Jetzt ist es AMD-lich!

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Jetzt ist es AMD-lich!

Lange haben die beiden Platzhirsche AMD und Intel um die Krone des Prozessor-Marktes gefochten und nachdem AMD vor ca. 15 Jahren tatsächlich mal vorne lag, hatte Intel eigentlich seitdem konstant die Nase vorn. Es gab Zeiten, in denen stellte man sich (grob vereinfacht) bloß die eine Frage: „Habe ich genug Geld für Leistung oder darf es auch AMD sein?“.  Der Hardware-Hersteller mit den drei Buchstaben wurde also lange mit geringem Budget in Verbindung gebracht. Besonders im Gaming-Sektor hatte er das Nachsehen.

Nun ist seit einiger Zeit ein Trend zu erkennen, dass AMD mit seinen Ryzen-Prozessoren Land gewinnt und zur Aufholjagd geblasen hat. Und tatsächlich verkaufe ich aktuell auch hauptsächlich Systeme mit Ryzen-Prozessoren. Diese bestechen mit einer ordentlichen Leistung zu einem sehr angemessenen Preis. Auch für Gaming sind die neuesten Ryzen Modelle keine Geheimtipps und erstrecht kein fauler Kompromiss mehr gewesen. Sogar die neue Xbox, aber auch die PlayStation5 werden mit AMD-Prozessoren der aktuellen Zen2-Reihe bestückt sein. Ein kleiner Meilenstein in AMDs Aufholjagd.

AMDs größtes Problem bisher war immer die Single-Core-Performance der CPUs. Dadurch konnten ältere Modelle auch dann nicht wirklich auftrumpfen, obwohl sie mehr oder gleich viele Kerne wie die Konkurrenz mitbrachten. Nun hat AMD vor kurzem allerdings die neue Zen3-Reihe vorgestellt und weckt den Verdacht, dass es einen neuen CPU-Spitzenreiter gibt.

Der König ist tot, es lebe der König

Die vier vorgestellten Modelle der neuen Zen3-Reihe werden die Nummern 5xxx tragen. Seit dem 05. November kann man nun einen 6-Kerner (Ryzen 5 5600X), einen 8-Kerner (Ryzen 7 5800X), einen 12-Kerner (Ryzen 9 5900X) und einen 16-Kerner (Ryzen 9 5950X). Besonders die beiden Spitzenmodelle stellt AMD in den Fokus. Mit ihnen soll Intel vom Tron gestoßen werden. AMD selbst bezeichnet seinen Ryzen 9 5900X als „The World’s Best Gaming CPU“, schreibt Computerbase. Denn die Performance soll je nach Anwendung zur Vorgänger-Serie von 5 bis zu sogar zu 50 Prozent gesteigert sein. Dies sind jeweils zwei gwählte Extreme. Die durchschnittliche Performance-Steigerung dürfte irgendwo in der unteren Mitte liegen.

Preis-Leistung

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist AMD-typisch als sehr ordentlich einzuordnen. Preislich liegen die beiden Spitzenmodelle aber eher im höheren Bereich, weshalb die Zen3-Reihe vorerst nicht für Nutzer mit geringerem Budget in Frage kommen wird. Zudem noch nicht ganz klar ist, auf welchen Boards man die neuen Prozessoren benutzen können wird. Voraussetzung sind laut Computerbase „Mainboards mit X570- und B550-Chipsatz“ sowie aktuellem BIOS. Ob und welche älteren Boards der 400er-Serie eine offzielle Unterstützung erhalten werden, ist bis dato unklar. AMD möchte bis Januar 2021 zumindest einen Beta-Support für diverse Modelle anbieten.

Daher werden die Zen2-Modelle sicherlich weiterhin auch bei mir der Platzhirsch bleiben. Kunden dürfen hier im Idealfall eventuell bald mit einer Preissenkung einiger Modelle rechnen. Es wird spannend sein, AMDs Wettstreit mit Intel weiter zu beobachten. Konkurrenz belebt das Geschäft und bringt dem Nutzer idealerweise günstigere Preise.

Wer noch genauere Infos zu den neuen Prozessoren haben möchte, dem kann ich das Video von PC Games Hardware empfehlen:

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